Haus des Erinnerns für Demokratie und Akzeptanz

Stiftung Haus des Erinnerns - für Demokratie und Akzeptanz

Bild: Hedwig Brüchert

Das zukünftige „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ wird ein Gedenk-Ort, der zurückschaut in die Vergangenheit, und ein Ort der Begegnung, der nach vorne blickt in die Zukunft.

Das „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ verbindet das Wissen um die Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland mit dem Streiten für Demokratie und Akzeptanz in einem von Vielfalt geprägten Mainz, der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz.

Das „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ dokumentiert die Geschichte der Verfolgung aller von der nationalsozialistischen Diktatur Ausgegrenzten und Ermordeten, u.a. in Ausstellungen und durch Veranstaltungen.

Das „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ dokumentiert demokratische Bestrebungen und Bewegungen, die sich für Demokratie und die Akzeptanz gesellschaftlicher Vielfalt einsetzen.

Das „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ leistet Bildungsarbeit für Jugendliche und Erwachsene, um allen extremistischen, insbesondere neofaschistischen Strömungen entgegenzuwirken und die Entwicklung eines demokratischen Bewusstseins zu fördern.

Ausgrenzung, Verfolgung und Ermordung - die nationalsozialistische Herrschaft in Mainz

Mindestens 1.500 Menschen aus Mainz wurden von 1933 bis 1945 durch das nationalsozialistische Terrorregime ermordet. Viele weitere wurden ins Exil getrieben, um ihre berufliche Existenz gebracht, in Lagern und Gefängnissen gequält und gedemütigt und dauerhaft ihrer Gesundheit beraubt. Viele der Opfer haben kein Grab, sondern ihre Asche wurde in den Vernichtungslagern verstreut.

Im März 1933 begannen die Verhaftungen der politischen Gegner der Nationalsozialisten, von denen viele nicht überlebten. Bald waren auch andere Personengruppen das Ziel der Verfolgung, vor allem Juden, Sinti, geistig behinderte Menschen, Homosexuelle, angeblich „Asoziale“ und Zeugen Jehovas. Am 16. Mai 1940 wurden 97 Sinti – darunter viele Kinder und alte Menschen – verhaftet und mit der Reichsbahn in das Gefängnis Hohenasperg bei Stuttgart, von dort eine Woche später nach Auschwitz-Birkenau gebracht. Im März und im September 1942 rollten die Deportationszüge mit über 1.000 Mainzer Juden nach Polen und in das Lager Theresienstadt.

Im „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ soll an alle Opfer der nationalsozialistischen Diktatur erinnert werden, um sie mit der Nennung ihres Namens dem Vergessen zu entreißen. 

Aufruf zur Unterstützung

Im April 2015 haben Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit der Landeshauptstadt Mainz eine Stiftung gegründet mit dem Ziel, ein „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ zu errichten.

Zur Erreichung dieses Ziels werden viele Unterstützerinnen und Unterstützer gebraucht. Engagieren Sie sich durch Ihre Zustiftung! Jeder Beitrag hilft und ist willkommen. Auch für Ihre Anregungen und Ideen sind wir dankbar.

Tragen auch Sie dazu bei, dass die Stadt Mainz bald eine Stätte der Erinnerung, der Begegnungen und der Gespräche bekommt, die die Verfolgungen und Deportationen in der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft dokumentiert und die die Werte einer demokratischen Gesellschaft vermittelt.

Es lohnt sich zu stiften. Helfen Sie mit!